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SDS Frankfurt unter der Lupe - Sprachrohr der Unterdrücker statt Stimme der Studierenden

  • Autorenbild: vjsh
    vjsh
  • 22. Jan.
  • 5 Min. Lesezeit

Progressiv im Namen, regressiv im Handeln.


Der SDS (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) Frankfurt inszeniert sich an der Goethe-Uni gerne als Anwalt & Stimme für studentische Belange und soziale Gerechtigkeit.


Doch hinter der Fassade verbirgt sich eine systematische Praxis: Die Position im Studierendenparlament (StuPa), in Fachschaft 03 und Uni-Senat wird missbraucht, um als politischen Schutzschild für repressive Gruppierungen zu agieren und um reaktionäre, frauenfeindliche und antisemitische Narrative nicht nur zu schützen, sondern aktiv zu verbreiten.


Die Bilanz: Von der Verteidigung von Hamas-Sympathisanten & Misogynie bis zur Leugnung antisemitischer Übergriffe und der Rechtfertigung von Judenhass im Uni-Senat – die folgende Chronik zeigt die gefährlichen Verflechtungen des SDS von 2023 bis heute.


Mai 2023: Wenn "Antiimperialismus" zur Kriegspropaganda wird

Russische Propaganda & Einschüchterung

Im Frühjahr 2023 tauchten auf dem Campus Flugblätter der Gruppe „Studis gegen rechte Hetze“ (SgrH) auf, die mit russischer Kriegspropaganda und Verschwörungsmythen gegen die Ukraine überklebt waren. Der SDS beteiligte sich aktiv gemeinsam mit der SgrH an der Verteilung dieser Inhalte. Als Höhepunkt organisierte der SDS eine Diskussionsveranstaltung mit SgrH, die so massiv von russischer Kriegspropaganda geprägt war, dass sich sowohl das StuPa als auch die Universitätsleitung öffentlich davon distanzierten. Durch diese enge Kooperation fungiert der SDS als politischer Türöffner für den SgrH.

Die Folgen: Ukrainische Studierende berichten infolge dieser Agitation von massiver psychischer Belastung und einem Klima der Angst am Campus.


Quellen:


Oktober 2023: Solidarität mit dem Mullah-Regime

Die „Achse des Widerstands“ am Campus


Der Fall Aitak Barani: Eine zentrale Figur im Umfeld der SgrH und des SDS-Spektrums. Barani, die das Mullah-Regime in seiner Brutalität gegen die iranischen Proteste unterstützt, fiel durch die Verherrlichung der Hamas-Gräueltaten am 7.10.23 (Mord, Geiselnahme und sexualisierte Gewalt an israelischer Zivilbevölkerung) am 13.10.2023 auf.

Barani übt großen Einfluss auf SgrH, die wiederum hinter students4palestine.ffm stehen, aus.

Es bestehen zudem bei der SgrH tiefe personelle Verflechtungen zur offen pro-Hamas-Organisation „Kommunistischen Organisation“ (KO).

Urteil: Am 29.04.2025 wurde Barani gerichtlich wegen der Billigung von Straftaten verurteilt. Die Solidarität aus students4palestine.ffm blieb dennoch bestehen: Sie protestierten am Gericht für Barani und teilen wiederholt Baranis Positionen.

Quellen:


März 2024: Abstimmung gegen StuPa-Antrag betreffend Judith Butler & ihrer Leugnung sexualisierter Gewalt

Gaslighting gegen jüdische Studierende bei Misogynie

Hintergrund: Im StuPa wurde am 27.03.2024 ein Antrag gestellt, der unsere Forderung als VJSH teilte, die Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler kritisch zu bewerten, da Butler die sexualisierte Gewalt des 7. Oktobers durch die Hamas an Israelis öffentlich in Frage gestellt hatte.

Die Reaktion des SDS: Anstatt die Bedenken jüdischer Studierender & den glasklaren Sachverhalt einer Leugnung sexualisierter & antisemitischer Gewalt ernst zu nehmen, betrieb der SDS klassisches Gaslighting. Butlers misogyne Aussagen wurden relativiert und in Schutz genommen. Der SDS stimmte geschlossen gegen den Antrag und bewies damit, dass Ideologie schwerer wiegt als die Empathie mit Opfern sexualisierter Gewalt.


Quelle:



Mai 2024: "Free Palestine From German Guilt"

Völkischer Nationalismus im „Protestcamp“


Im sogenannten „Protestcamp“ von students4palestine.ffm wurden Slogans laut, die tief in völkischem Denken verwurzelt sind. Parolen wie „From the water to the water, Palestine is Arab“ fordern ein ethnoterritoriales Exklusivrecht. Aitak Baranis Aussagen zu Hamas und PFLP wurden auf einem Beamer gezeigt und beklatscht. Mit dem Slogan „Free Palestine from German Guilt“ im Camp wurde die Aufarbeitung der Shoah als Last diffamiert. Der Versammlungsleiter fiel zudem mit weiteren Shoah-relativierenden Aussagen auf und rief dazu auf, antisemitismuskritische Studierende zu ”vertreiben”.

Der SDS solidarisierte sich nicht nur verbal mit diesem Camp, sondern versuchten mittels eines Antrags im StuPa, dem Camp politische Legitimität zu verleihen und seinen

Antisemitismus zu relativieren.



Quelle: VJSH Blog Dokumentation / Social Media

Videoaufnahmen / StuPa Sitzung 22. Mai 2024.


Juli 2024: Beschimpft als "Kindermörder" - Schweigen beim SDS

Antisemitismus auf einer SDS-Demo am Campus

Der Vorfall: Während einer vom SDS mitorganisierten Demo am 17.07.2024 wurde eine jüdische Person, die nicht einmal aktivistisch in Erscheinung trat, aufgrund ihrer religiösen Symbole (Zizit) als „Kindermörder“ beschimpft.

Das Versagen: Der VJSH machte diesen klaren antisemitischen Vorfall öffentlich. Eine Distanzierung oder gar eine Entschuldigung seitens des SDS blieb bis heute aus. Wer Antisemitismus in den eigenen Reihen duldet, fördert ihn aktiv.

Quelle: VJSH Pressemitteilung / Blogbeitrag Juli 2024.


Februar 2025: Wenn Feminismus vor dem Islamismus haltmacht

Verrat an „Frau, Leben, Freiheit“

Der Vorfall: Das Wandbild/Symbol der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung am Campus wurde beschmiert und entweiht. Dieses Symbol steht weltweit für den mutigen Kampf iranischer Frauen gegen ein mörderisches Regime. Das Schweigen: Während der SDS sonst zu jedem Thema Flugblätter druckt, gab es hierzu keine Stellungnahme. Die Nähe zu Kräften, die das Mullah-Regime als Teil einer „antiimperialistischen Achse“ sehen, scheint schwerer zu wiegen als die Rechte von Frauen.

Juni 2025: Victim-Blaming im Uni-Senat

Juden seien am Antisemitismus selber schuld


Nachdem ein Antrag des SDS im Senat der Goethe-Universität am 18.06.2025 gescheitert ist, suggerierte ein SDS-Senatsmitglied in der Debatte um Antisemitismus am Campus, Judenhass habe „seine Gründe“ und liege an „materiellen Zwängen“ sowie dem Krieg im Nahost.

Trotz massiver Kritik aus dem Gremium und des expliziten Hinweises auf „Victim Blaming“ zeigte sich der SDS-Vertreter mit seinen kruden Ansichten unbelehrbar.


November 2025: Autoritäre Übernahme der Fachschaft 03

Machtmissbrauch in der Fachschaft 03

Ein SDS-Funktionär und StuPa-Mitglied relativierte in einem öffentlichen Kommentar einen gemeldeten antisemitischen Vorfall in der Fachschaft 03, den ein VJSH-Aktiver öffentlich machte. Der SDS-Funktionär behauptete per Screenshot dokumentiert, die jüdische Person würde den Vorfall nur „inszenieren“. Netzwerke: Der Funktionär wurde zudem bei Absprachen vor der darauffolgenden Fachschaftssitzung mit einer bekannten Figur der SgrH-Szene gesichtet, zu der der SDS engste Kontakte pflegt. Hier wird die Position in der Fachschaft missbraucht, um Betroffene mundtot zu machen.

Quelle: VJSH Dokumentation / Screenshots Fachschaftskommunikation.


Januar 2026: Islamistische, antikurdische Verschwörungsnarrative

Antikurdische Ressentiments

Barani kommentierte am 14.01.2026 einen Beitrag zum Leid der Kurd:innen in Aleppo und Rojava. Statt Solidarität zu zeigen, delegitimiert sie deren Selbstbestimmung: Durch Anführungszeichen für „Kurdistan“ und die Bezeichnung „kurdische Völker“ (Plural) leugnet sie die Existenz eines Volkes, um ein einheitliches Selbstbestimmungsrecht zu torpedieren.

Mit dem Vorwurf der „Kollaboration mit USA und Israel“ nutzt sie das islamistische Verschwörungsnarrativ vom „zweiten Israel“, um kurdische Agency zu verleugnen, als spaltender Fremdkörper in der Region darzustellen und sie als bloße „Handlanger“ des Westens zu diffamieren. Diese Rhetorik relativiert Gewalt, Vertreibung und die aktuelle Bedrohungslage, rechtfertigt das Schweigen über die Situation (Victim-Blaming) und stellt den Schutz einer Minderheit einem antisemitisch aufgeladenen Feindbild entgegen. Der SDS hält dennoch an Barani und affilierten Gruppen (SgrH & students4Palestine.ffm) fest - und partizipiert am Schweigen zu der gesamten Situation.

Fazit: Der SDS als Advocacy für Hass & Repression

Eine Gefahr für das demokratische Miteinander

Zusammenfassung: An der Goethe-Uni machen sich Islamismus, Misogynie und Antisemitismus breit. Exil-Iraner, jüdische Studierende und Freund:innen der akademischen Freiheit & des freien Dialogs werden massiv eingeschüchtert. Die bittere Realität: Der SDS ist kein Anwalt der Studierenden und ihrer sozialen Belangen. Er missbraucht seine demokratischen Mandate, um die Rechte eben jener Gruppen zu untergraben, die er vorgibt zu schützen, und um jene Gruppen zu stärken, die andere Studierende diskriminieren und nach eigenen Angaben “vertreiben” wollen. Der SDS interessiert sich nicht für studentische Struggles, sondern für die Förderung einer hasserfüllten, repressiven Ideologie.

Forderung: Demokratische Kräfte am Campus müssen aufstehen. Kein Platz für Hass – weder im StuPa, im Uni-Senat noch in den Fachschaften!


 
 

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